M-Budget Mobile Internet unter Ubuntu 10.04

Huawei B81 aka Huawei E1762

Ich wollte schon immer auch unterwegs die Möglichkeit haben mit meinem Netbook ins Internet zu kommen. Bisher habe ich davon abgesehen, weil man entweder ein Abo mit monatlicher Grundgebühr oder ein Prepaid Angebot mit horrenden MByte-Preisen lösen musste.

Erst kürzlich habe ich mein Handy Abo auf ein M-Budget Prepaid Abo gewechselt, dabei bin ich auf folgendes Angebot der Migros gestossen.

Es ist ebenfalls Prepaid, also ohne monatliche Gebühren. Für 79.90 CHF erhält man den Stick, eine SIM-Karte, ein kurzes USB-Kabel und 15.- CHF Guthaben. Ein MByte kostet 0.10 CHF. Die Verbindung wird per GPRS aufgebaut und ist maximal 500 KByte/sec für Down- bzw 129 KByte/sec für Uploads.

Der Stick wird in der Werbung als “Huawei B81″ bezeichnet. Im Internet war unter diesem Namen kein Bericht  zu finden. Ich war also nicht sicher ob der Stick auch unter Linux laufen würde. Weil ich aber schon andere Huawei Sticks unter Linux laufen gesehen habe (Danke Dominik), habe ich ihn auf gut Glück trotzdem gekauft.

Leider funktioniert der Stick nicht Out-of-the-Box. Ich habe ihn also erst mal unter Windows 7 in Betrieb genommen und dort vorsorglich die Pincode Abfrage deaktiviert. Ob der Stick auch mit Pin funktioniert,  will ich später testen.

Unter Linux macht man folgendes um den Stick zum Laufen zu bringen:

sudo apt-get install usb-modeswitch
echo '#HUAWEI E1762 DefaultVendor= 0x12d1 DefaultProduct= 0x1446 TargetVendor= 0x12d1 TargetProduct= 0x140c MessageContent="55534243000000000000000000000011060000000000000000000000000000" CheckSuccess=5' | sudo tee /etc/usb_modeswitch.d/12d1\:140c

Network Manager mit eingestecktem Huawei B81D.h. man braucht erst mal eine Internet Verbindung um die zusätzliche Software installieren zu können. Sobald man den Stick einsteckt, erscheint er im Network Manager. Dort muss man “Neue mobile GSM-Breibandverbindung …” anklicken

Im folgenden Dialog “Vor”, “Vor”, “Swisscom” und “Vor”, “Vor” und “Anwenden” klicken. Weitere Angaben sind nicht notwendig (den Pincode hatte ich ja vorgängig abgeschaltet). Sobald die Internet-Verbindung steht, leuchtet das blaue LED im Stick durchgehend.

Wurde der Stick einmal angemeldet, wird bei jedem weiteren Einstecken automatisch eine Verbindung aufgebaut.

Der Stick hat ausserdem einen kleinen Flashspeicher, in dem die Windows-Treiber abgelegt sind. Man kann den Stick  mit einer Micro SD Karte ausstatten um ihn als Memorystick benutzen zu können.

  1. Cool Paul, kurzer sachlicher Artikel, der trotzdem beinahe vollständig ist. Was ich mir noch gewünscht hätte wäre der Hinweis, dass laut Migros nur 500kb (ich denke bei Ihnen sind das kbit) Download zu Verfügung steht (http://www.migros.ch/DE/Supermarkt/Markenwelt/M-Budget/M-BudgetData/Seiten/Mobile.aspx).

    • Danke für die Kritik :)

      Du bekommst 500 KByte pro Sekunde Download Geschwindigkeit. Ich habe mir das von der Gratis Hotline bestätigen lassen. Gemäss Hotline ist das “nur” GPRS, kein UMTS.

      Ich habe gleich mal nachgeschlagen (ich bin da auch immer wieder unsicher):
      Im Wikipedia Artikel “Binärpräfix” ist KB als KByte und Kb (kleines ‘b’) als KBit beschrieben.

  2. HSDPA wäre das bei 500kbyte/s…

    … Das Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) ist ein Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G), mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten (bis zu 14,4 Mbit/s mit HSDPA, sonst max. 384 kbit/s) als mit dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G), dem GSM-Standard (bis zu 220 kbit/s bei EDGE; ohne max. 55kbit/s), möglich sind…

    http://de.wikipedia.org/wiki/Umts

  3. Ich wollte auch das MBudget Mobile Internet unter Ubuntu 10.04 zum laufen bekommen, nach einem Tag allem möglichem ausprobieren habe ich dem Support angerufen: sie hatten meine Sim Karte es als Handy Abo freigeschaltet und nicht als Mobile Internet ;) Nachdem sie das korrigiert hatten, war es wirklich nur einstecken und loslegen…

    Das Angebot hat noch einen anderen Hacken, das Guthaben verfällt nach 6 Monaten, sofern man es nicht erneut auflädt, man muss also mindestens 20 Franken pro Jahr brauchen, ohne “Geld” zu verlieren.

    • Hoi Rene.
      Dass das Guthaben nach 6 Monaten verfällt, habe ich auch gelesen. Allerdings bleibt das gesamte Guthaben erhalten, wenn man innerhalb von 6 Monaten einen Betrag auflädt.
      Wie kommst du darauf, dass man min. 20 CHF pro Jahr braucht? Ich denke man kann auch weniger aufladen?

  4. sofern ich bis jetzt gesehen habe, ist der Mindestbetrag pro Aufladung 10 Franken. Da man alle 6 Monaten das Guthaben verliert, falls man nicht neu auflädt, muss man 20 Franken pro Jahr bezahlen um nichts zu verlieren.

    • Ich habe gestern die Hotline angerufen und die FAQ der Migros befragt. Per Kreditkarte ist der kleinste Betrag 10.- CHF und per Voucher (Gutschein, welcher man an der Migros-Kasse kaufen kann) 15.- CHF.
      Falls man also nach 6 Monaten noch ein Guthaben auf dem Stick hat, muss man nochmals aufladen um den alten Betrag weiter nutzen zu können.

      Alternativ muss man den Betrag bis zu Ende brauchen und erst wieder aufladen sobald man den Stick wieder benutzt. Allerdings sollte man mit dem Stick innerhalb von 12 Monaten wieder online gehen, sonst wieder dieser gesperrt. Nach 6 weiteren Monaten wird die Nummer eingezogen.

      Irgendwie habe ich mir die ganze Prepaid Geschichte weniger kompliziert vorgestellt :???:

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